HydroCarbCO2

Durch die Novellierung der Klärschlammverwertung von 2017 werden verschärfte Regeln zur Behandlung von Klärschlamm eingeführt, welche zu einem geringeren Schadstoffeintrag in Böden und zu einer stärkeren Rückführung von Wertkomponenten führen soll. So wird z. B. die Ausbringung von Klärschlamm auf Äckern stärker eingegrenzt. Zudem sollen Betreiber von Kläranlagen künftig Methoden zur Phosphorrückgewinnung einsetzen, sofern der Phosphorgehalt in der Trockenmasse des Klärschlamms 20 g/kg übersteigt.

HydroCarbCO2 (hydrothermale Carbonisierung mit CO2-Beaufschlagung zur energetischen Verwertung von Klärschlamm mit gekoppelter Phosphorrück-gewinnung) ist ein Projekt, welches die Behandlung von Klärschlamm mithilfe einer HTC (hydrothermale Carbonisierung) vorsieht und diese durch eine umfangreiche Nutzung aller Prozessströme optimiert. Durch das Einbringen von CO2 wird eine gekoppelte Phosphorrückgewinnung ermöglicht. Das im Prozess gebildete Carbonisat kann anschließend als Brennstoff für die Zementindustrie verwendet werden, welche die ursprünglich im Schlamm enthaltenen Schadstoffe in der Abgasreinigung entfernt oder im Zementwerkstoff bindet. Zusätzlich wird der energetische Wirkungsgrad durch die Nutzung des anfallenden Prozesswassers zur Biogasproduktion erhöht. 

Förderung

HydroCarbCO2 wird im Rahmen der Förderinitiative "Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Projektpartner

  • Rohrdorfer
  • Straubinger Stadtentwässerung und Stadtreinigung
  • TUM-Tech GmbH
  • TUM Lehrstuhl für Energiesysteme

Ansprechpartner: Szymon Herdzik